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Pränatalzeit 1 Tag bis 4 Wochen · Pränatalstation

6 Tage

Bei schwerer Präeklampsie und HELLP-Syndrom

Erfahrungsbericht einer Mama

Grund der Einweisung auf die Pränatalstation

In der SSW 23 suchte ich meinen Frauenarzt auf, da ich den Eindruck hatte, unsere Kleine bewege sich weniger in meinem Bauch als in den Wochen zuvor. Nach einem Kontrollultraschall wurde mir jedoch bestätigt, dass ihre Bewegungen entsprechend der Schwangerschaftswochen sind.

Zu dieser Zeit war ich auch stark erkältet und fühlte mich allgemein nicht fit. Als mein Unwohlsein nach einigen Tagen nicht wegging, wurde ich nochmals bei meinem Frauenarzt vorstellig, woraufhin er mich für eine Woche krankgeschrieben hat. Zu meiner Erkältung kamen dann noch starke Kopfschmerzen und ein schmerzhaft verspannter Nacken dazu. Als ich auf Grund des Hustens, so dachte ich damals, noch Brechreiz entwickelte, fuhr mich mein Mann nachts in die Notaufnahme. Ich war zu diesem Zeitpunkt in SSW 26+0.

Im Spital wurde ich mit Verdacht auf Corona aufgenommen, ein entsprechender Test wurde gemacht sowie Blutdruck und Urin kontrolliert. Nachdem der Coronatest negativ und die Urinprobe ausgewertet war, informierte mich der Oberarzt, dass ich auf die gynäkologische Abteilung gehen muss, da im Urin Eiweiss nachgewiesen wurde und ich einen Blutdruck von 199/115 hatte.

Auf der gynäkologischen Abteilung wurden wir dann über die Diagnose einer schweren Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) informiert. Da unsere Tochter und ich zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft im Falle einer Entbindung in diesem Spital nicht behandelt werden konnten, wurde ich mit der Ambulanz in die Frauenklinik des Kantonspitals Luzern transportiert.

Nachdem bereits im erstbehandelnden Spital die erste Spritze zur Lungenreife verabreicht wurde, hatten wir im LUKS das Ziel, die Schwangerschaft mindestens so lange erhalten zu können, bis die Lungenreife nach der 2. Spritze abgeschlossen ist.

Symptome

Ich hatte eine starke Erkältung, starke Kopfschmerzen und einen schmerzhaft verspannten Nacken.

«Nach vier Wochen Intensivstation und sieben Wochen Neonatologie konnten wir sie drei Tage vor dem errechneten Geburtstermin nach Hause nehmen.»

Dauer des Aufenthaltes auf der Pränatalstation

Ich war sechs Tage auf der Pränatalstation.

Geburtstermin des Kindes

Nachdem ich sechs Tage auf der Pränatalstation betreut wurde, verschlechterten sich meine Blutwerte und der Blutdruck konnte auch mit Medikamenten nur ungenügend unter Kontrolle gehalten werden. Zudem bekam ich Oberbauchschmerzen und hatte wieder einen steifen Nacken. Ich hatte zur Präeklampsie ein HELLP- Syndrom entwickelt, was eine sofortige Entbindung durch einen Kaiserschnitt nötig machte.

Unsere Tochter wurde in der SSW 27+6 mit einem Gewicht von 655gr und einer Grösse von 32cm geboren. Nach vier Wochen Intensivstation und sieben Wochen Neonatologie konnten wir sie drei Tage vor dem errechneten Geburtstermin nach Hause nehmen.

Austausch

Du musst das nicht allein durchstehen

Unsere Peereltern waren selbst mit ihren Kindern auf der Neonatologie. Sie hören zu, teilen ihre Erfahrungen und begleiten Familien durch die Zeit auf der Station und danach.