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11 marzo 2024

Ben und sein Zwillingsbruder während der Schwangerschaft

Nach dem Verlust unserer ersten Tochter wurde ich mit Ben und Liam positiv getestet. Liam mussten wir gehen lassen — Ben kämpfte sich bei SSW 23+4 ins Leben.

Ben

Ich habe eine Uterusanomalie namens Uterus bicornis, die erst spät diagnostiziert wurde. Zusätzlich wurde Adenomyose festgestellt, was es schwierig machte, schwanger zu werden. Fünf Monate, nachdem unsere erste Tochter tot geboren wurde, wurde ich positiv auf Ben und Liam getestet. Die Schwangerschaft wurde von Blutungen und Schmerzen begleitet; ich wurde schliesslich stationär ins Spital aufgenommen. Ich schaffte es bis zur 17. Schwangerschaftswoche mit beiden, jedoch mussten wir Liam gehen lassen, da er im Bauch starb.

Ben ging es zunächst gut, doch er rutschte weiter nach unten, da der Muttermund geöffnet war. Es folgte eine Operation mit Cerclage, danach strikte Bettruhe. Ich lag konstant an der Tokolyse — der Infusionsständer wurde mein Begleiter. Mir wurde die Lungenreife gespritzt, denn aufgrund meiner medizinischen Geschichte war klar, dass Ben eine Frühgeburt werden könnte.

In der Schwangerschaftswoche 23+4 bekam ich Wehen. Das stärkere Medikament half nicht mehr, und ich musste mit dem Rettungsdienst nach Luzern gebracht werden. Die Ärzte erklärten uns, dass sie Ben per Not-Sectio holen müssen. Papa durfte Ben nach der Erstversorgung sehen; ich konnte ihn an diesem Abend nicht mehr sehen, da Ben bereits auf der IPS war.

Nun begann der Kampf um Bens Überleben — und auch für uns Eltern. Einerseits war ich traurig, dass Liam in unseren Herzen weilt und wir nicht richtig trauern konnten, andererseits war die Angst um Ben allgegenwärtig. Das Bonding fehlte — man wünscht sich eine «normale» Geburt mit viel Kuscheln und Hautkontakt. Dies blieb uns in den ersten Tagen verwehrt, was jedoch nachher umso schöner war: das tägliche Känguruhen mit den selbst genähten Tagesdecken und den Oktopussen.

Dennoch hat sich Ben ohne bleibende Schäden und erdenklich wenigen Folgeschäden ins Leben gekämpft. Trotz der Höhen und Tiefen geht es ihm heute gut. Ben und ich haben heute eine besondere Bindung. Liebe Frühchen-Eltern da draussen, die mitten im Sturm sind — haltet durch, es wird gut. Eure Frühchen sind wahre Kämpfer!