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22 marzo 2024

Unsere kleine Löwin — geboren bei SSW 24+5 mit 490 g und 31 cm

Per Kaiserschnitt geholt wegen einer schweren Schwangerschaftsvergiftung — 490 Gramm, Verlegung nach Luzern und eine Kämpferin, die eine Woche vor dem errechneten Termin nach Hause durfte.

Unsere kleine Löwin

Am 21.3.23, um 23:03 Uhr, wurde unsere Tochter per Kaiserschnitt in Zürich auf die Welt geholt, da ich an einer schweren Schwangerschaftsvergiftung litt. Eine Zeit des Bangens und der Angst begann. In den ersten drei Tagen durfte ich nicht zu ihr, sodass mein Mann alles managen musste — es kam sogar der Gedanke auf, dass unsere Kleine noch nicht bei der Krankenkasse versichert war. Als wir dann als Familie am Inkubator zusammen waren, brach für mich eine Welt zusammen. Die Ärzte und Pflegefachkräfte auf der Neointensivstation waren Engel auf Erden — geduldig, liebevoll, aber auch sehr ehrlich darüber, was auf uns zukommen könnte. Dann durften wir zum ersten Mal mit ihr kuscheln. Die Gefühle, die dabei hochkommen, lassen sich kaum in Worte fassen.

Nach der Wochenbettzeit begann das Pendeln: Da wir nicht in der Nähe wohnten, verbrachten wir jeden Tag zwei Stunden im Zug, um bei ihr zu sein. Nach zwei Wochen musste unsere Kämpferin noch einmal intubiert werden — bereits 48 Stunden später konnte die Intubation wieder entfernt werden. Die Sauerstoffabfälle und abfallenden Herztöne, die den Alarm auslösten, begleiteten uns noch lange. Eine Pflegefachfrau sagte mir, ich solle nicht immer den Atem anhalten. Diese Worte habe ich bis heute nicht vergessen.

Nach gut drei Wochen wurde sie mit dem Krankenwagen nach Luzern verlegt — wir mussten damit rechnen, dass der Transport eine Hirnblutung auslösen könnte. Sie hat zum Glück alles wunderbar überstanden. Als sie auf die Neonatologie wechseln durfte, wog sie genau 1 kg. Unsere Kämpferin bewies immer wieder ihren starken Willen: Sie zog sich die Magensonde heraus, bis sie keine mehr brauchte, und schaffte den Abschied vom High Flow und vom Koffein.

Eine Ärztin sagte uns, wir müssten damit rechnen, dass wir sie erst nach dem errechneten Geburtstermin nach Hause nehmen dürften. Es hiess: «72 Stunden ohne Zwischenfälle, danach dürfte sie nach Hause.» Ab diesem Zeitpunkt vergingen nochmals 3 Wochen — dann durften wir sie endlich nach Hause nehmen, genau eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin, mit 2600 g. In dieser Zeit haben wir eine unglaubliche Unterstützung von Familie und Freunden erfahren, die wir nie vergessen werden. Nun sitzt sie neben mir am Boden und spielt. Sie wiegt jetzt 9 kg und macht tolle Fortschritte — nur noch die Physiotherapie begleitet sie. Alles andere haben wir abgeschlossen, und sie geniesst eine fast normale Kindheit.