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Pränatalzeit 1 Tag bis 4 Wochen · Pränatalstation

3 Tage

Die Geschichte von Mathias · HELLP-Syndrom

Erfahrungsbericht einer Mama

Grund der Einweisung auf die Pränatalstation

Ich wurde im Jahr 2020 während dem Covid-Lockdown schwanger. Meine Schwangerschaft verlief gut, bis ca. Mitte 2. Trimester, wo ich zunehmend Beschwerden hatte. In der Covid-Zeit war es nicht einfach, ernst genommen zu werden, da jedes Symptom mit Covid verbunden wurde. Am Freitag, den 13.11.2020 fühlte ich mich sehr schlecht, musste immer wieder erbrechen, war schon länger schlaflos und hatte das Gefühl, dass was nicht stimmte. Ich hatte auch immer wieder starke Nierenschmerzen, allgemein starke Rückenschmerzen und das Gefühl, einen Druck auf der Leber zu haben. Ich rief meine Frauenärztin an und bestand auf einen Termin bei ihr, trotz ihrer Aussage, es sei gar nichts oder Covid. Um 11 Uhr hatte ich ein paar Untersuchungen und wurde anschliessend wieder nach Hause geschickt. Um 15 Uhr rief sie mich an und bat mich, sofort ins Spitalzentrum Biel zu gehen. Sie meinte aber noch, ich solle nicht selber fahren, da ich «zu jedem Zeitpunkt ohnmächtig werden kann». Im Spital wurde bei mir ein Hellp-Syndrom (Komplikation der Präeklampsie) diagnostiziert. Mein ungeborenes Kind hatte Notchs in der Nabelschnur und wies eine Wachstumsstörung auf (IUGR). Da ich in der SSW 29+3 war und mein Kind auf 1 Kilogramm geschätzt wurde (Kondition fürs Spital Biel: SSW 32 und 1,2 Kilogramm), wurde ich mit der Ambulanz ins Inselspital Bern verlegt. Ich kam dort am Freitagabend, um ca. 21 Uhr an und verbrachte die Nacht im Geburtssaal, da ich eng überwacht wurde und man nicht wusste, ob es noch in dieser Nacht zu einer Geburt kommen würde.

Am Samstagmorgen, 14.11.2020 wurde ich auf die Pränatalstation verlegt. Ich war dort in einem Zimmer mit einer Frau, die von Anfang Oktober 2020 bis Ende Januar 2021 in diesem Zimmer hospitalisiert war aufgrund einer Placenta Praevia und ständigen starken Blutungen. Es wurde entschieden, mir alle 4 Stunden tagsüber und alle 6 Stunden nachts eine Blutentnahme zu machen und einen CTG/Oxford-CTG. Für mich begann eine schreckliche Zeit! Noch am selben Morgen hatte ich einen Ultraschall mit einem Professor. Dort wurde uns gesagt, dass unser ungeborener Sohn eine Magen- und Dünndarmfehlbindung hatte und zwingend nach der Geburt operiert werden muss. Dazu wurde uns auch noch mitgeteilt, dass wir es nicht bis zur SSW 34 schaffen würden. Am nächsten Morgen hatten wir nochmals einen Ultraschall mit einer Professorin, die uns sagte, dass wir nicht die SSW 32 erreichen würden.

Es war für mich eine sehr stressige Zeit, da ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Es konnte zu jeder Zeit zu einem Notkaiserschnitt kommen oder es konnte sein, dass ich noch einige Wochen auf der Pränatalstation liegen würde. Ich fand diese Zeit auf der Pränatalstation körperlich und geistig sehr anstrengend.

Symptome

Ich hatte starke Nierenschmerzen, musste erbrechen, starke Rückenschmerzen und das Gefühl, einen Druck auf der Leber zu haben.

«Ich fand diese Zeit auf der Pränatalstation körperlich und geistig sehr anstrengend.»

Dauer des Aufenthaltes auf der Pränatalstation

Wir waren ungefähr drei Tage auf der Pränatalstation

Geburtstermin des Kindes

Mein Sohn Mathias wurde nach einem Notkaiserschnitt am 17.11.2020 in der SSW 30+0 geboren. Er wog 1025 und war 37cm gross. Nach 8 Wochen auf der Neonatologie des Inselspitals Bern konnten wir mit ihm nach Hause. Heute geht es ihm sehr gut und man merkt ihm nicht mehr an, dass er ein Frühchen ist!

Austausch

Du musst das nicht allein durchstehen

Unsere Peereltern waren selbst mit ihren Kindern auf der Neonatologie. Sie hören zu, teilen ihre Erfahrungen und begleiten Familien durch die Zeit auf der Station und danach.