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Gesunde Schwangerschaft

Präeklampsie

Was ist eine Präeklampsie?

Eine Präeklampsie ist eine Krankheit, die durch den Mutterkuchen (Plazenta) verursacht wird. Diese nistet sich früh in der Schwangerschaft in die Gebärmutter ein und gewährleistet eine optimale Versorgung des Kindes. Wenn diese Einnistung nicht ideal verläuft, produziert die Plazenta in der zweiten Schwangerschaftshälfte vermehrt Stoffe, welche den mütterlichen Kreislauf und viele Organfunktionen beeinträchtigen können. Die Mutter entwickelt hohen Blutdruck (das entscheidende Symptom einer Präeklampsie), zusätzlich treten Nieren-, Leber- oder Blutveränderungen auf; im schlimmsten Fall ist das Gehirn betroffen und es kommt zu generalisierten Krampfanfällen (Eklampsie). Auch das Kind ist durch die Unterfunktion der Plazenta beeinträchtigt. Oft kommt es zu einer kindlichen Wachstumsrestriktion mit Mangelversorgung des Kindes.

Eine Präeklampsie verbessert sich erst nach der Geburt — es gibt bis heute keine andere Therapie. Niedrig dosiertes Aspirin hilft hingegen, das Auftreten einer Präeklampsie zu verhindern, wenn es in einer Risikoschwangerschaft bereits ab der Frühschwangerschaft eingenommen wird. Das Risiko kann heute in einem Screeningtest am Ende des ersten Trimenons erfasst werden.

Oft beginnt eine Präeklampsie ohne viele Symptome. Bei einer Routineuntersuchung stellt man einen erhöhten Blutdruck fest oder das Kind wächst nicht mehr gut. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Augenflimmern und Oberbauchschmerzen in der Lebergegend. Wenn diese Symptome auftreten, müssen unbedingt der Blutdruck kontrolliert und allenfalls weitere Untersuchungen veranlasst werden. Ab dem Zeitpunkt, an dem eine Präeklampsie diagnostiziert wird, werden die meisten Schwangeren hospitalisiert, weil der Verlauf dieser Krankheit schwer voraussehbar ist. Manchmal hält sich die Situation wochenlang stabil, in anderen Fällen verschlechtert sich der Zustand der Mutter und/oder des Kindes so rasch, dass innert Stunden die Geburt stattfinden muss. Diese erfolgt dann meist per Kaiserschnitt.

Präeklampsie

Text: Fachexpertin Frühchen Schweiz, Prof. Beatrice Mosimann.