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22. September 2025

Plötzlich ging alles viel zu schnell

Ein Tag nach der unauffälligen Kontrolle platzte bei SSW 31+2 die Fruchtblase. Verlegung ins KSA, Pränatalstation voller Angst und Hoffnung — und eine Geburt, die trotz allem ein Traum war.

Unser kleiner Löwe

Am 25.03.2024 war ich für ein CTG und einen Kontrolltermin bei meinem Frauenarzt — alles war super. In der nächsten Nacht wurde ich plötzlich wach: extreme Bauchschmerzen, und der Schleimpfropf ging ab. Das Spital riet mir, vorbeizukommen. Im Spital waren Ultraschall und CTG weiterhin unauffällig. Keine 5 Minuten später bekam ich heftige Wehen mit immer kürzerem Abstand — und in dem Moment, als die Hebamme den Arzt rufen wollte, platzte meine Fruchtblase. «Heute bei 31+2, warum?»

Da das KSB keine Frühchen unter der 32. SSW aufnehmen kann, wurde mir Antibiotika, Magnesium, Wehenhemmer und die Lungenreife gegeben, und ich wurde mit der Ambulanz ins Kantonsspital Aarau verlegt. Ich weiss noch genau, wie überfordert und panisch mein Freund mit dem Auto der Ambulanz hinterherkam.

Pränatalstation: Angst, Hoffnung und die zerreissende Ungewissheit

Angekommen im KSA, klärte uns eine superliebe Pflegerin behutsam über alle weiteren Schritte und Risiken auf. Es wäre gut, würde sich der Kleine nach der zweiten Dosis der Lungenreife noch mindestens 24 Stunden Zeit lassen. 24 Stunden? Ich sollte doch noch 2 Monate schwanger sein! Die durchgehenden Wehenhemmer stoppten die Geburt immer wieder, setzten mir körperlich aber enorm zu: Ich wurde schwach, konnte kaum noch laufen, mein Körper zitterte ununterbrochen. Am 29.03. entschieden die Ärzte, die Geburt nicht mehr aufzuhalten: «Die Lungenreife konnte nun wirken. Den Wehenhemmer setzen wir nun ab — und sollte er kommen wollen, halten wir ihn nicht mehr auf.»

Die Geburt: Ein Traum, trotz Frühgeburt

Kaum waren die Medikamente abgesetzt, entschied sich unser Löwe zu kommen. In der Schwangerschaftswoche 31+5 durfte ich unseren Löwen trotz Frühgeburt vaginal gebären. Die Geburt verlief sehr schnell und komplikationslos. Danach folgten knappe sechs Wochen auf der Neonatologie — eine Zeit geprägt von Hoffnung, Angst und Glück. Jeder Fortschritt war wie Balsam auf der Seele.

Leano

Als wir unseren Löwen endlich mit nach Hause nehmen durften, kam alles etwas anders als erwartet: Im ersten Lebensjahr folgten viele Spitalaufenthalte, Abklärungen und Diagnosen mit vielen Therapien. Trotz allem haben wir nie aufgehört, positiv zu denken und selbst in dunklen Zeiten das Schöne zu sehen. Den Eltern, die gerade mitten in der Neo-Zeit stecken, gebe ich gerne einen Spruch mit, den mir damals eine Pflegerin gesagt hat: «Eines Tages wirst du an diese Zeit zurückdenken und dir sagen: Wow, wie schnell die Zeit vergeht.» Sie hatte recht — plötzlich blickt man zurück und merkt: Wow, unser Löwe hat so vieles schon so super gemeistert.