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Gesunde Schwangerschaft

Wachstumsrestriktion

Wann spricht man von einer kindlichen Wachstumsrestriktion?

Es gibt viele Gründe, wieso ein Kind eher klein ist. Oft entspricht es der Familie — nicht alle Kinder müssen bei Geburt gleich schwer sein. Wenn ein Kind aber deutlich zu klein ist oder nicht mehr weiterwächst, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel sieht man dies bei Kindern mit einer körperlichen oder genetischen Fehlbildung oder nach einer intrauterinen Infektion.

Einer der häufigsten Gründe für eine Mangelversorgung ist aber eine Plazentainsuffizienz (Unterfunktion des Mutterkuchens). Sogenannte Doppleruntersuchungen zeigen, wie kritisch es mit der Versorgung steht. Nebst dem Doppler helfen auch CTG-Untersuchungen (Kardiotokographie, Aufzeichnung der kindlichen Herzaktion) beim Entscheid, wann das Risiko einer Frühgeburt kleiner einzuschätzen ist als die weitere Mangelversorgung in der Gebärmutter und die Geburt indiziert wird. Engmaschige Kontrollen haben zum Ziel, diesen Zeitpunkt möglichst genau zu treffen, damit wichtige vorgeburtliche Therapien wie die Lungenreifungsinduktion mit Cortison oder die kindliche Hirnprotektion (Neuroprotektion) mit Magnesium zeitgerecht verabreicht werden. Wie bei der Präeklampsie kann es aber auch bei der kindlichen Wachstumsrestriktion zu einer akuten Verschlechterung kommen, und eine rasche Geburt ohne Vorbereitung kann plötzlich unumgänglich sein.

Wachstumsrestriktion in der Schwangerschaft

Text: Fachexpertin Frühchen Schweiz, Prof. Beatrice Mosimann.