SSW 34+0
Die Geschichte von Levi
Erfahrungsbericht einer Frühchen-Mama · 09.11.2022

Schwangerschaft
Bis zur SSW 20 hatte ich eine komplikationslose Schwangerschaft. Beim Organ-Screening im November 2018 im Inselspital hat man ein Blutgefäss auf der Plazenta entdeckt – dies hatte zur Folge das ich ab der SSW 27, am 2. Januar 2019, ins Spital musste. Die grösste Gefahr war, dass wenn es zur Geburt käme, dass das Blutgefäss reissen würde und unser Sohn in Lebensgefahr wäre. Ich wurde im Spital mit dem CTG und Ultraschall überwacht und erhielt zweimal eine Spritze für die Lungenreife.
Geburt
In der SSW 34 hatte ich am 20. Februar 2019 einen geplanten Kaiserschnitt. Der Ablauf war komplikationslos. Levi kam zur Welt und war 1900 g schwer. Ich konnte Levi nicht sofort sehen da sie ihn gleich versorgten und ihn auf die Neo verlegten. Aber mein Lebenspartner (Manuel) konnte sofort zu ihm. Ich sah Levi ca. 1 Stunde nach der Geburt das erste Mal und es war das Schönste.
«Ich denke es gibt kein richtig oder falsch.»
Zeit auf der Neonatologie
Die Zeit auf der Neo war sehr gut, die Pflegerinnen waren sehr herzlich und Levi hatte nie einen Atmungsabfall oder sonstige Komplikationen. Bei Levi war eher die eigene Körpertemperatur ein Problem was aber nicht tragisch war. Nach einer Woche konnten wir von der Neonatologie in das Kinderspital verlegt werden. Ich hatte dort etwas Mühe mit der Betreuung, da sie oft vergessen haben die Milchsonde auszuwaschen und sie hatten kaum Zeit sich um Levi zu kümmern. Mir tat das Personal leid, da sie alles gaben aber einfach zu wenig Leute waren. Bei Levi war lange nur noch die Körpertemperatur das Problem – das trinken ging gut. Nach 2 Wochen konnten wir trotz niedriger Körpertemperatur nach Hause.
Ernährung Frühchen
Levi bekam meine abgepumpte Muttermilch aber auch Aptamil da ich fast keine Milch hatte. Da meine Milch nach einigen Wochen nicht mehr wurde, habe ich abgestillt und Levi bekam nur noch Aptamil.

Zeit nach der Neonatologie
Levi kam nicht sehr viel zu früh auf die Welt, er erholte sich sehr gut und sehr schnell. Wir haben ihn auch überall mit hingenommen und ich hatte nie das Gefühl ihn zu überfordern.
Tipps für Frühcheneltern
Ich empfehle allen einfach auf sich zu hören und das zu tun was er für richtig hält. Ich denke es gibt kein richtig oder falsch.
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Unsere Peereltern waren selbst mit ihren Kindern auf der Neonatologie. Sie hören zu, teilen ihre Erfahrungen und begleiten Familien durch die Zeit auf der Station und danach.


